Grundlagen der Anwaltsvergütung

Wichtiges

 

Anwaltsvergütung

1. Grundlagen

Die Höhe der anwaltlichen Vergütung ergibt sich entweder aus dem Rechtsanwalts-vergütungsgesetz (RVG) oder aus einer Vergütungsvereinbarung. Bei einer Vergütung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) werden die Gebühren auf der Grundlage des Gegenstands – bzw. Streitwertes berechnet. Vergütungsvereinbarungen sind statt der Abrechnung der gesetzlichen Gebühren immer möglich. Es sind jedoch die Regelungen der §§ 49b BRAO und 3a ff. RVG zu beachten. In gerichtlichen Verfahren können die gesetzlichen Gebühren allerdings nicht durch Vereinbarungen unterschritten werden. Die Vereinbarung einer höheren als der gesetzlichen Vergütung ist jederzeit möglich.

2. Erstberatung

Die Gebühren für eine Erstberatung sind ebenfalls abhängig von dem Gegenstandswert, betragen in der Regel jedoch höchstens 190,00 € zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Es kann jedoch auch hier durch eine Vergütungsvereinbarung eine höhere Beratungsgebühr vereinbart werden, je nach dem Umfang der zu bearbeitenden Angelegenheit.

3. Beratungshilfe / Prozesskostenhilfe

Falls der Rechtssuchende nicht über die erforderlichen finanziellen Mittel verfügt, gibt es auch die Möglichkeit, Beratungshilfe für die außergerichtliche Tätigkeit und Prozesskostenhilfe für die gerichtliche Tätigkeit in Anspruch zu nehmen. Bei Gewährung von Beratungshilfe entfällt auf den Rechtsuchenden dann noch ein Eigenanteil von 15,00 €. Die Prozesskostenhilfe kann, je nach Ihren Einkommens – und Vermögensverhältnissen, mit und ohne Ratenzahlung gewährt werden.

Unter der Rubrik "Dokumente" finden Sie ein Formular für die Beantragung der Beratungshilfe bzw. der Prozesskostenhilfe als PDF zum Download. Sie können auch vorab über einen sogenannten Beratungshilferechner oder Prozesskostenhilferechner im Internet überprüfen, ob Ihnen diese zustehen würde.

4. Sozialrecht

In sozialrechtlichen Angelegenheiten gibt es entweder sogenannte Wertgebühren, die sich ebenfalls nach dem Gegenstandswert richten. Sehr häufig fallen jedoch sogenannte Betragsrahmengebühren an, die nicht von einem Streitwert abhängen.

5. Arbeitsrecht

Im Arbeitsrecht richten sich die Gebühren ebenfalls nach dem Streitwert. Zu beachten ist allerdings, dass sowohl außergerichtlich als auch in der 1. Instanz vor dem Arbeitsgericht auch im Falle des Obsiegens keine Kostenerstattung durch die Gegenseite erfolgt.

6. Insolvenzrecht

Trotz der meist schlechten finanziellen Situation des Rechtsuchenden wird von den Gerichten leider in der Regel keine Beratungshilfe mehr gewährt. Dies müsste anhand Ihrer individuellen Situation nochmals geprüft werden.

Ich habe deshalb ein eigenes Vergütungssystem hierfür entwickelt, das ich Ihnen gerne erläutere. Hierbei habe ich versucht, die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Rechtsuchenden zu berücksichtigen.

 

 

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage der Bundesrechtsanwaltskammer. 

 

 

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